Food Truck als LKW, Selbstfahrer oder Anhänger?
LKW, Kastenwagen oder Anhänger? Kaufpreis, Führerschein, Hauptuntersuchung, Wartung, Mobilität und Wiederverkauf: der ehrliche Vergleich, Punkt für Punkt.
Romain BarreauGründer von Food Truck Store · 5 Min. LesezeitFood Truck als LKW oder als Anhänger? Das ist die erste Entscheidung, wenn Sie eine mobile Küche planen. Ein LKW, ein Kastenwagen oder ein anderer Selbstfahrer vereint Küche und Motor in einem Fahrzeug; ein Anhänger ist nur die Küche und wird von Ihrem Auto gezogen. Wir verkaufen Anhänger, das ist kein Geheimnis, aber manche Vorhaben brauchen tatsächlich ein Fahrzeug mit eigenem Motor: Hier ist der Vergleich, Punkt für Punkt.


Der erste Unterschied: der Kaufpreis.
Einen Durchschnittspreis für einen Food Truck mit Motor nennen wir nicht: Er hängt von Fahrgestell, Ausbau und Zustand ab, und wer einen Kastenwagen zum Verkaufsfahrzeug umbaut, riskiert, dass die Betriebserlaubnis erlischt (§ 19 StVZO). Beim Anhänger bezahlen Sie nur die Küche, zu festen Preisen für jedes Modell, zugelassen mit EU-Übereinstimmungsbescheinigung und ohne TÜV-Abnahme (§ 6 FZV). Hinzu kommt höchstens eine Anhängerkupplung, falls Ihr Auto noch keine hat, oder ein passendes Zugfahrzeug.
- 13.685 €L’Essentiel AIR 220, die ausgestattete Basis (11.500 € netto) ›
- 16.059 €Chef+ AIR 220, warme Küche mit Abzugshaube (13.495 € netto) ›
- COCgenügt für die Zulassung des Anhängers, ohne TÜV-Abnahme
Mit Klasse B kommen Sie weit.
Einen LKW bis 3.500 kg zulässiges Gesamtgewicht fahren Sie mit Klasse B, und mit derselben Klasse ziehen Sie einen Anhänger bis 750 kg, einen schwereren innerhalb bestimmter Grenzen (§ 6 FeV, § 6a FeV). Wie viel Ihr Auto ziehen darf, steht in der Zulassungsbescheinigung: Das Tool „Darf mein Auto ihn ziehen?“ geht die Felder mit Ihnen durch.
- LKW bis 3,5 tKlasse B. Mit Küche, Wasser und Vorräten beladen, darf er sein zulässiges Gesamtgewicht nicht überschreiten.
- LKW über 3,5 tKlasse C1 bis 7,5 t, darüber Klasse C: eine weitere Führerscheinklasse.
- Anhänger bis 750 kgKlasse B, sofern Ihr Auto ihn ziehen darf. In diese Gruppe fällt unser AIR 220.
- Schwerere AnhängerKlasse B bis 3.500 kg für Auto und Anhänger zusammen, B96 nach einer Fahrerschulung bis 4.250 kg, darüber BE. In diese Gruppe fällt unser BOLD 270.

Zur Hauptuntersuchung müssen beide.
Auch der Anhänger muss in Deutschland zur Hauptuntersuchung, allerdings seltener als ein schwerer LKW. Ein LKW bis 3,5 t muss alle 24 Monate hin, über 3,5 t bis 7,5 t jedes Jahr; ein Anhänger bis 750 kg erstmals nach 36 Monaten, danach alle 24, ein gebremster Anhänger bis 3,5 t alle 24 Monate (StVZO, Anlage VIII).
- 24 Monatezwischen zwei Hauptuntersuchungen eines LKW bis 3,5 t
- 12 Monatebei einem LKW über 3,5 t bis 7,5 t
- 36 Monatebis zur ersten Hauptuntersuchung eines Anhängers bis 750 kg, danach alle 24
Wartung: Ohne Motor fällt viel weg.
Ein LKW ist in erster Linie ein Fahrzeug: Motor, Getriebe, Kupplung, Bremsen und Batterie verschleißen, und muss er in die Werkstatt, steht Ihre Küche mit dort. Ein Anhänger hat keinen Motor: Sie kontrollieren Reifen, Radlager, Beleuchtung und Kupplung, bei gebremsten Modellen zusätzlich die Bremsen. Fällt Ihr Auto aus, zieht ein anderes mit ausreichender Anhängelast, und Ihr Verkauf läuft weiter.
Kein Motor, kein Ölwechsel: eine Achse, eine Deichsel, Stützen.

Bei der Mobilität liegt der LKW vorn.
Einsteigen und losfahren, ohne Ankuppeln und ohne Rangieren mit Anhänger: Wer mehrmals am Tag den Standort wechselt, spart bei jeder Fahrt Zeit. Bleibt die Küche länger an einem Ort, kehrt sich der Vorteil um: Der abgekuppelte Anhänger bleibt stehen und Ihr Auto ist frei, auf öffentlichen Straßen allerdings höchstens zwei Wochen ohne Zugfahrzeug (§ 12 StVO).

Wiederverkauf und Unterbringung.
Ein ausgebauter LKW wird wie ein gebrauchtes Nutzfahrzeug gehandelt: Baujahr, Kilometerstand und Motor zählen so viel wie die Küche, und der Käufer fragt zuerst, wann die nächste Hauptuntersuchung fällig ist. Ein Anhänger hat weder Motor noch Tacho, beim Verkauf zählen Aufbau, Ausstattung und Papiere.
- Zum UnterstellenAbgekuppelt ist ein AIR 220 mit Deichsel 361 cm lang; für Garage oder Halle rechnen Sie mit 262 cm Höhe.
- Am StandplatzKlären Sie vorab mit Stadt oder Veranstalter, wie viel Platz Sie bekommen und welche Länge zugelassen ist.
Unser Fazit: je nach Einsatz.
Ein LKW lohnt sich, wenn Sie mehrmals am Tag den Standort wechseln oder kein Auto haben, das ziehen darf. In allen anderen Fällen ist der Anhänger in Anschaffung und Wartung günstiger, mit 750 kg in Klasse B zu fahren, und beim Wiederverkauf zählt seine Küche. Stellen Sie unsere Modelle im Modellvergleich nebeneinander, lesen Sie, was ein Anhänger bis 750 kg mit sich bringt, und rechnen Sie Ihren Start mit dem kostenlosen Businessplan-Rechner durch; alle Modelle zeigt die Seite Verkaufsanhänger.
Abgekuppelt, aufgebaut, verkaufsbereit.

Häufige Fragen.
Noch Fragen? Food Truck Store oder unser Partner in Ihrer Region hilft Ihnen weiter ›Einen festen Preis gibt es nicht: Er hängt von Fahrgestell, Ausbau und Zustand ab, und Wartung und Hauptuntersuchungen kommen hinzu. Ein ausgestatteter Anhänger von Food Truck Store kostet ab 13.685 € inkl. 19 % MwSt. (11.500 € netto).
Bis 3.500 kg zulässiges Gesamtgewicht genügt Klasse B, und auch beladen darf der Wagen diesen Wert nicht überschreiten. Darüber brauchen Sie Klasse C1 bis 7.500 kg, für schwerere Fahrzeuge Klasse C (§ 6 FeV).
Für einen Anhänger bis 750 kg genügt Klasse B, sofern Ihr Auto ihn ziehen darf. Auch für einen schwereren reicht Klasse B, solange Auto und Anhänger zusammen 3.500 kg nicht überschreiten; bis 4.250 kg brauchen Sie die Schlüsselzahl 96 nach einer Fahrerschulung, darüber Klasse BE (§§ 6 und 6a FeV).
Ja. Ein Anhänger bis 750 kg zum ersten Mal nach 36 Monaten, danach alle 24 Monate; ein gebremster Anhänger bis 3,5 t alle 24 Monate (StVZO, Anlage VIII).
Das hängt vor allem von Motor, Fahrgestell und Papieren ab. Lassen Sie die Technik prüfen und vergewissern Sie sich, dass der Umbau zum Verkaufsfahrzeug in der Zulassungsbescheinigung eingetragen ist: Sonst kann die Betriebserlaubnis erloschen sein (§ 19 StVZO).
Auf öffentlichen Straßen höchstens zwei Wochen ohne Zugfahrzeug (§ 12 StVO), und wer dort verkaufen will, braucht eine Sondernutzungserlaubnis. Auf Privatgrund klären Sie das mit dem Eigentümer.


Von Romain, Gründer 
